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Passions- und Osterkantate am Karfreitag

Flyer für unsere Kirche

Für Besucher unserer Michaelskirche in Michelrieth und alle Interessierten wurde ein Flyer erstellt. Er enthält viel wissenswertes über unser Kirche:

Konzert in der Michaelskirche

Silberjubiläum – 25 Jahre „Unser Pfarrer“

 

Am 31.Oktober 2017 jährt sich die Ordination von Pfarrer Reinhold Völler zum 25. Mal. Sein Dienstantritt in den Grafschaftsgemeinden war am 01. Juli 1992, schließlich wurde ihm am 1. März 1996 im Rahmen eines Gottesdienstes die Pfarrstelle von Dekan Kießig aus Aschaffenburg übertragen. Das Jubiläum wurde am Samstag 23. September in der Grafschaftshalle in Altfeld mit einer Andacht und anschließendem Empfang gefeiert. Das gemeinsame Team der Kirchenvorstände der Glasofener und Michelriether Kirchengemeinden hatten das Fest vorbereitet und einen perfekten Rahmen für die knapp 300 Gäste und Gratulanten geschaffen. In der Andacht ging Pfarrer Völler auf vielfältige Veränderungen in 25 Jahren ein. Große Sorge bereitet ihm die Entchristlichung unserer Gesellschaft und Traditionsbrüche in vielen Bereichen des Lebens. In dem Zitat von Hanns Dieter Hüsch: „Ich bin ohne Furcht, denn Gott, der Herr, macht mich leicht und versöhnt mich mit Himmel und Erde“ hat er seine Dankbarkeit ausgedrückt, die er nach seinem gesundheitlichen Rückschlag empfunden hat. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Kirchenchor unter der Leitung von Petra Röhrig und der Posaunenchor, dirigiert von Peter Freudenberger.

Zahlreiche Ehrengäste, darunter Ludwig Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg und seine Gemahlin Elisabeth, Bürgermeister Richard Roos und Manfred Stamm, die Pfarrer Kollegen Hyn und Betschinske, sowie der in Ökumene verbundene Pfarrer Eckert aus Esselbach und Gratulanten, auch aus den katholischen Kirchengemeinden und der örtlichen Vereine zeigten in ihren Grußworten die Verbundenheit und Wertschätzung. Die Grüße der Kirchengemeinden Glasofen und Michelrieth überbrachten die Vertrauensleute Heidi Tuschel und Theo Eyrich.

Auch das Lehrerkollegium der Oberndorfer Schule ließ es sich nicht nehmen mit einer Bühnendarbietung zur Erheiterung der Feiergesellschaft beizutragen.

Reformationsjubiläum

Am 31. Oktober ist es nun soweit:
Der berühmte Thesenanschlag Martin Luthers jährt sich zum 500. mal.
Herzliche Einladung zu beiden Veranstaltungen
Wertheim
Begonnen haben wir das Reformationsjubiläum im letzten Jahr am 31. Oktober mit einem gemeinsamen Gottesdienst der Gemeinden der alten Grafschaft Wertheim bei uns in der Michaels-Kirche.
Der Kirchenbezirk Wertheim plant in diesem Jahr für den Feiertag ein interaktives Lutherspiel. Dabei darf jede Pfarrgemeinde mit einer eigenen Mannschaft teilnehmen. Auch unsere Gemeinden sind vertreten mit Konfirmanden und weiteren Mitarbeitern.
Die Spieler tauchen ein in die Zeit Martin Luthers und bekommen an unterschiedlichen Stationen jeweils Aufgaben, die es zu lösen gilt. So sollen sie z.B. einer armen Witwe helfen, die unbedingt auch wenigstens einen Bibelvers in deutscher Sprache haben möchte, es wird Papier geschöpft, Holz gehackt oder sie müssen versuchen, einen Gefangenen aus dem Kerker zu befreien. Das Spiel wird vorbereitetet und gestaltet von zahlreichen Haupt- und Ehrenamtlichen aus verschiedenen Gemeinden.
Auftakt ist um 13.00 Uhr an der Stiftskirche. Hier beteiligt sich zusammen mit anderen Bläsern auch der Posaunenchor Altfeld. Weitere Stationen des Spiels sind in der ganzen Altstadt verteilt.
Der Kantatengottesdienst "Ein feste Burg ist unser Gott" um 17.00 Uhr in der Stiftskirche ist der Höhepunkt des 500jährigen Reformationsjubiläums in der alten Grafschaft Wertheim. Gestaltet wird er von Schuldekanin Cornelia Wetterich, Pfarrerin Dr. Verena Mätzke und Pfarrerin Carolin Knapp, Bezirkskantorin Katharina Wulzinger, Stiftschor und Kammerorchester Wertheim.
Aschaffenburg
Mit dem Empfang in der Stadthalle will unser Dekanat ausgewählten Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Bildung, vor allem aber den Gemeindegliedern, die Sie sich Ihrer Kirche in besonderer Weise verbunden fühlen, ein Geschenk machen. Was dürfen Sie erwarten? Einen musikalischen Leckerbissen: Das Musical „Luther“, komponiert von dem Seligenstädter Kirchenmusiker Thomas Gabriel wird aufgeführt. In Szene gesetzt von Kirchenmusikdirektor Christoph Emanuel Seitz.
Sowie einen spritzigen Dialog zwischen Oberkirchenrat Michael Martin aus München und Domkapitular Dr. Jürgen Vorndran aus Würzburg. Worüber? Natürlich über Luther und die Folgen, über Ökumene im Allgemeinen und vor Ort im Besonderen. Dass die beiden bis heute befreundet sind und vor 15 Jahren Maßstäbe für die Ökumene in Aschaffenburg gesetzt haben, lässt einen lebendigen Dialog mit Tiefgang erwarten.

 

- Anmeldung im Pfarramt möglich -

 

Kasualgebühren

Genehmigung für die Erhöhung der Kasualgebühren in der Gemeinde Michelrieth

Mit Bekanntgabe von heute, 1. Oktober 2017, - abgekündigt in den Gottesdiensten - werden die erhöhten Amtshandlungsgebühren für Trauungen und Beerdigungen wirksam. Die Landeskirchenstelle in Ansbach schreibt am 21. Juli 2017 hierzu:

„Nach dem vorliegenden Auszug aus dem Protokoll der Kirchenvorstandssitzung vom 26.06.2017 ergeben sich als zukünftige Amtshandlungsgebühren:

Trauung:    50.00 €  wenn das Ehepaar oder ein Ehepartner der Gemeinde angehört

                   100.00 € wenn das Ehepaar nicht der Gemeinde angehört

Beerdigung:                        50.00 €

                                            200.00 € für Konfessionslose

Für Taufen im Hauptgottesdienst werden keine Gebühren erhoben. Für Taufen in einem eigenen Gottesdienst fällt eine Pauschale für die zusätzlichen Reinigungskosten in Höhe von 30.00 € an.

Zusätzlich zu diesen Gebühren werden die Kosten für Mesner- und Organistendienst in Rechnung gestellt.

Der Beschluss des Kirchenvorstandes Michelrieth vom 26.06.2017 über die Erhebung von Kirchengemeindegebühren bei Amtshandlungen wird gemäß § 104 Absatz 1 Nr. 12 in Verbindung mit  §§ 70,82 der Kirchengemeindeordnung (KGO, RS 300) kirchen-aufsichtlich genehmigt.“

Macht und Pracht - Tag des offenen Denkmals

 

„Herzlich willkommen in einer der schönsten und ältesten evangelischen Kirchen unserer Region“. Pfarrer Reinhold Völler

freute sich über das große  Interesse  an  seiner  Führung  in der Michaels-Kirche am 10. September.

Annähernd 300 Gäste waren gekommen und erlebten einen lehrreichen Nachmittag in einer geschichtsträchtigen Umgebung.

Es sei erstaunlich, dass in einem Ort mit etwa 500 Einwohnern eine Kirche stehe, die 600 Menschen Platz biete. Das hänge damit zusammen, dass die Pfarrei Michelrieth insgesamt 10 Dörfer umfasse, Michelrieth, Altfeld als den größten Ort, Glasofen als eigenständige Kirchengemeinde, Steinmark, Oberwittbach, Eichenfürst, Kredenbach und die überwiegend katholischen Ortschaften Esselbach, Oberndorf und Bischbrunn.

Man könnte vermuten, an der Stelle, wo heute die Kirche steht, sei bereits sehr früh eine kleine Kapelle errichtet worden. Die Glocke aus dem Jahr 1470 gebe Aufschluss, dass es eine ältere Kirche gegeben haben muss als die Jahreszahl 1495 auf dem Turm nahelege.

Beim Betrachten des Altars fallen die beiden Engel auf, vielleicht auch ein Grund für die Namensgebung Michaels-Kirche, vermutete Pfarrer Völler. 1972 stellte der damalige Pfarrer Friedrich Hösch im Namen des Kirchenvorstands einen Antrag an das Landeskirchenamt in München, dass bei einem eventuellen Verschwinden des Ortsnamens Michelrieth eine Erinnerung bliebe und die Gemeinde im Blick auf Offenbarung 12, 7-9 ständig ermahnt werde, wie Michael und seine Engel den Kampf wider den Teufel  führten.

Im Zuge der gründlichen Innenrenovierung 2001 wurde das

alte Gipswappen aus dem Altarbogen entfernt und ein neues Wappen des Patronatsherren gestaltet. Mit aussagekräftiger

Symbolkraft verkörpert es Macht, verweist auf die Zugehörig-

keit zu Bayern, auf die Grafen und Fürsten von Löwenstein

als die Nachfolger der älteren Grafen von Wertheim.

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Er ließ auch eine kleine Anekdote einfließen, von den Nöten des Johann Michael Dennscherz, der als „durstiger Pfarrer von Michelrieth“ von 1716 bis 1765, also 49 Jahre lang, Grafschaftspfarrer war. Als Weinliebhaber litt er mangels Weinbau in Michelrieth und wandte sich daher an den Fürsten: „Ob bei dem Wasserkrug ich halber bin verschmachtet, mein Magen wird jetzt schlapp, die Kräfte nehmen ab, weil keinen Tropfen Wein ich zur Besoldung hab´. Der Fürst zeigte sich gnädig, er bekam reichlich Wein, dem er im Übermaß zusprach.

Für Erheiterung sorgte auch die ausführliche Schilderung einer Hochzeit 1914 im Kirchspiel Michelrieth, verfasst von dem Landwirt Peter Eitel.