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Grußwort von Pfarrer Völler

 

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

 

vom 10. Mai bis zum 17. Mai 2019 flog eine Reisegruppe aus unserer Gemeinde nach Israel. Es war das vierte Mal nach 1994, 1996 und 2008, dass Leute aus unserer Region (und darüber hinaus, denn es war auch Elisabeth aus Le Havre mit dabei) sich ins Heilige Land aufmachten.

 

Doch schon in Frankfurt wurde man mit der modernen Flughafenwirklichkeit konfrontiert. Es gibt keine Menschen mehr am Schalter, nur noch „Maschinen“, mit denen man klar kommen muss. Sogar das Gepäck muss man neuerdings selbst aufgeben, allerdings erst nach einer längeren Reihe von Versuchen und Irrtümern. Dann war da natürlich noch der Sicherheitscheck zu bewältigen, der bekanntlich bei Reisen nach Israel besonders gründlich ausfällt. Dabei war er der lustigste, den ich jemals mitgemacht habe. Kein Vergleich zu dem trockenen und griesgrämigen in Tel Aviv vor dem Rückflug. Das Warten auf das Boarding ist das Schlimmste am Flughafen für mich. Aber es ging dann doch endlich los, jeder hatte seinen Platz gefunden und die knapp vier Stunden bis Tel Aviv/ Ben Gurion vergingen wie im Flug. Da am 10. Mai Schabbat war und unser Flugzeug das letzte, das landete, war die Gepäckausgabe rasch vorbei. Anna Jarck, unser Guide in Israel, wartete auch schon mit dem Bus und los ging es in Richtung See Genezareth. Weil Schabbat war, war der Verkehr auf der Autobahn sehr überschaubar und wir kamen zügig voran. Das Hotel in Tiberias, Leonardo mit Namen, war auch auf Schabbat eingestimmt. Mangels Personal gab es nichts mehr zu trinken. Es sollte sich bald herausstellen, dass wir eher das Hotel auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Boutique Kinneret) hätten nehmen sollen. Dennoch konnte man die drei Nächte gut ertragen, weil es Aussicht auf Besserung in Jerusalem gab.

 

Die erste Station, die wir am nächsten Tag ansteuerten, war der Berg der Seligpreisungen. Man weiß nicht, ob das wirklich der Berg ist, auf dem Jesus diese berühmte Rede gehalten hat. Er könnte es sein, ohne Frage. Beeindruckend ist die Aussicht von dort oben, der Blick auf den See, die üppigen Sträucher und Blumen und natürlich die biblische Lesung aus Matthäus 5. An solchen markanten Stellen ist man in Israel nie allein. Mehr als zehn Busse standen schon da, als wir ankamen. Es war ja immer noch Schabbat. Viele Israelis, nicht gerade die orthodoxen, machen sich da auf zu einem Ausflug, z.B. nach Gamla, wo man sehr schön wandern kann. Die Hitze und der steinige Weg setzten uns ganz schön zu. Zum Mittagessen fuhren wir in ein Drusendorf auf den Golanhöhen. Die Besetzung des Golan im Sechstagekrieg 1967 war neben der Annexion Jerusalems die bedeutsamste Eroberung, die Israel gemacht hat. Das Basaltplateau, eine fruchtbare Berglandschaft, die vor allem für den Weinanbau vorzüglich geeignet ist, wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Einnehmend schön ist das Hule-Tal Naturreservat in seiner Blütenpracht. Das Tal ist Rastplatz für Zugvögel, Heimat für Kormorane, Biber und Wildkatzen. Für den Staat Israel ist der Golan strategisch nach Südwesten hin ein Sicherheitsgürtel. Vor 1967 mussten syrische Soldaten – bildlich gesprochen – nur über den Zaun springen, und sie standen am See Genezareth. Die Bedeutsamkeit dieses Puffers unterstrich die Regierung Begin, als sie den Golan 1981 offiziell annektierte und mit einer konsequenten und folgenreichen Besiedlungspolitik begann. Die Rückgabe des Golan an Syrien erwägt in Israel niemand. Die letzte Station an diesem Tag war der See Genezareth selbst. Eine Bootsfahrt auf ihm ist unerlässlich. Mitten auf dem See wurde der Motor abgestellt und wir ließen die Stille auf uns wirken. Worte aus Johannes 21, meiner österlichen Lieblingsstelle, bildeten die Grundlage für eine kurze Andacht. Nach diesem beeindruckenden ersten Tag war jeder in Israel angekommen.

 

Am Sonntag war auf dem Weg Richtung Mittelmeerküste unsere erste Station Zippori. In der antiken Stadt Sepphoris bestaunten wir die Ausgrabungen, die vor allem durch die detailreichen und wunderbar erhaltenen Fußbodenmosaiken bestechen. Weiter ging es nach Akko. Hier wurden wir von Anna kenntnisreich durch die Ausgrabungen der unterirdischen Kreuzfahrerstadt geführt. Auf dem Weg zurück zum See Genezareth hielten wir in Nazareth. Wer nie dort war und immer schon hin wollte, erwartet bei einem Besuch dort womöglich eine Dorfidylle in Galiläas Bergen mit Strömen frommer Pilger und Heerscharen noch frommerer Patres im Zentrum der Verkündigungskirche. Nazareth aber, wo Jesus aufwuchs, ist heute eine moderne, arabisch geprägte Stadt. Von den Zufahrtsstraßen aus sieht man an den Hügeln weiß getünchte Wohnblocks kleben, einen neben dem anderen. Im Zentrum Nazareths fließt der Verkehr normalerweise zäh. Wir freilich kamen ja an einem Sonntag, den auch die Muslime wohl aus Solidarität mit den Christen weitgehend einhalten, so dass der ganz schlimme Stau vermieden werden konnte.

 

Am vierten Tag endlich begaben wir uns auf Spurensuche am See Genezareth. Nach dem kommentarlosen Auschecken aus dem Hotel Leonardo war die erste Station Migdal, die Heimat Maria Magdalenas. Wir besichtigten die Ausgrabungen und die 2014 geweihte Kirche. Weiter ging es nach Tabgha. Nach dem Besuch der Brotvermehrungskirche haben wir uns Zeit genommen für einen Gottesdienst am Altar Dalmanutha, direkt am Seeufer gelegen. Jeder, der dabei war, wird sich ein Leben lang daran erinnern. Anschließend besuchten wir Kapernaum, die Stadt Jesu. Im Eingangsbereich steht eine neue Statue Jesu, die auf unserem Titelblatt zu sehen ist. Obligatorisch war denn auch das Mittagessen: Petrus-Fisch. Auf der Fahrt nach Jerusalem hielten wir noch an der Taufstelle am Jordan. Es war wohltuend, bei annähernd 40 Grad die Füße in das kühle Jordanwasser zu stellen und die weißen Tauben zu beobachten, eine nette Geste an den Heiligen Geist. Ramath Rahel – unser Kibbuz Hotel in Jerusalem für vier Nächte, war – Gott sei Dank – die Entschädigung für Leonardo. Zwar am südlichen Stadtrand gelegen mit Blick auf Bethlehem und ein wenig in die Jahre gekommen, aber wie eine Lady – immer noch prima. Das war eine andere Nummer, so viel stand fest.

 

Mir war klar, dass der fünfte Tag der anstrengendste von allen sein würde. Denn die Altstadt von Jerusalem mit ihren engen Gassen, den orientalischen Gerüchen und vor allem den vielen Menschen, ein Getümmel, wie man es sich nicht im Traum wünschen würde, verlangt einem alles ab. Klassisch ging es los. Auf dem Ölberg hat man den besten Überblick. Jerusalem ist die einzige Stadt auf der Welt, die sowohl für das Judentum, als auch für das Christentum und den Islam eine heilige Stadt ist. Man braucht sich also nicht wundern, wenn man selbst als Fußgänger kaum durchkommt. Der Verkehr wird ohnedies in Jerusalem bald kollabieren. Man braucht in dem Getümmel mehr Zeit, auch am Tempelberg. Nach dem Sicherheitscheck ging es erst einmal zur Klagemauer. Für mich jedes Mal ein absolutes Highlight. Weiter ging es entlang einiger Stationen der Via Dolorosa und dem Besuch der Grabeskirche im Herzen des christlichen Viertels. Bei der Hitze und der Menschenmenge ist das eine echte Herausforderung. So zogen es manche vor, und gingen erst gar nicht hinein in diese Kirche. Leider kam es anschließend zu einem Unfall. Eine Reiseteilnehmerin brach sich das rechte Bein. Anna reagierte schnell und die Sanitäter waren rasch zur Stelle. Die Röntgenbilder brachten es zutage: das Bein war definitiv gebrochen. Es zeigte sich, dass eine Gruppenreise auch in dieser Hinsicht große Vorteile hat: man hält zusammen, man nimmt Rücksicht aufeinander, man hilft sich so gut es geht. Wenn man allein ist in einem anderen Land ohne die Landessprache zu beherrschen oder das bisschen Englisch nicht ausreicht, wird es schwierig. Alles ging aber gut.

 

Am Mittwoch ging es in aller Frühe zum Informationszentrum des Holocaust, nach Yad Vashem („Denkmal und Name“), einer weitläufigen Anlage auf dem Herzlberg, die der sechs Millionen jüdischen Opfer gedenkt. Nach diesem wichtigen Besuch fuhren wir ins palästinensische Autonomiegebiet zum Herodion. Eine Festungs- und Palastanlage bzw. Mausoleum des Königs Herodes, christlich relevant durch den Fund des Siegelrings des Pontius Pilatus. Abschließend ging es nach Bethlehem. Wir hatten Glück, dass zu diesem Zeitpunkt nur relativ wenige Touristen in der Geburtskirche waren.

 

Höhepunkt am vorletzten Tag war sicher das Baden im Toten Meer. Vorher war man auf der Festung Massada, danach noch in Qumran.

 

Am letzten Tag konnten wir sogar noch in Yafo und auf dem Rothschild-Boulevard in Tel Aviv spazieren gehen. Anna ließ es sich nicht nehmen, auch noch am Gelände vorbei zu fahren, auf dem am Samstag der ESC stattfinden sollte. Am Flughafen gab es wieder den gründlichen Sicherheitscheck. Aber es verlief alles reibungslos, so dass wir am späten Abend sicher in Frankfurt landeten.

 

Es war eine wunderschöne Reise mit nachhaltigen Eindrücken, die für manchen Teilnehmer zum Einstieg für eine weitere Reise nach Israel wurde.

 

Grußwort von Pfarrer Reinhold Völler aus dem aktuellen Gemeindebrief.

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